Tanzen im Sitzen

Eine kleine Geschichte zum Advent

Ich stehe auf Tugenden. Total. Für mich sind Tugenden das Gegenteil von altmodisch. Sie sind eine postmoderne Revolution der Achtsamkeit.
Besonders jetzt zur Adventszeit reden wir gerne über zwei besonders schöne Exemplare dieser Spezies: Besinnlichkeit und Barmherzigkeit. Aber was bedeutet das eigentlich heute? Für mich haben Tugenden – tief von innen heraus gelebt – alles, aber auch alles mit Liebe zu tun.

Die folgende Geschichte handelt davon. Es ist eine kleine, feine Geschichte darüber, was Liebe sein kann, was Tugenden bedeuten können. Ein Freund hat sie mir geschenkt und ich darf sie Euch erzählen…
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Episoden aus Bella Italia

I

Eine laue Sommernacht, an der Bar im Hotel von Freunden, irgendwo in Norditalien…
Ein höflich-korrekter deutscher Gast kommt an die Bar und fragt noch höflich-korrekter: „Sagen Sie, wie kann ich denn bitte das Licht auf meinem Balkon einschalten?“
Mein italienischer Freund, mit ausschweifendem und leicht dramatisch unterlegtem italienischen Akzent: „Das könne Sie nischte. Das kann nur ich hier makke. Und das geht nischte.“
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Moment mal, da fehlt doch noch was… 

Nacktschnecken im Mai – Ein Epilog

In den drei Jahren, die seit meiner Begegnung mit Jonathan vergangen sind, habe ich vielen Leuten diese Geschichte erzählt. Und fast immer kam am Ende die Frage: „Und jetzt? Wie ist es denn ausgegangen? Habt Ihr Euch wiedergetroffen? Wenn das alles so toll und unglaublich war, seid Ihr dann jetzt nicht zusammen? Das kann doch noch nicht alles gewesen sein?!“
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Nacktschnecken im Mai – Teil 10

Oder: Wie mir das Leben, die Liebe und eine österreichische Rockband passierte

– Eine Liebesgeschichte in 10 Akten –

Und dann, wieder ein paar Wochen später, nach einem dramatischen Wanda-Konzert, bei dem wir wie die Königskinder umeinander herum getanzt sind, uns seziert und beobachtet und mit Blicken eingecheckt haben, um dann doch nicht miteinander zu sprechen, weil es uns beide überfordert hat, sitzen wir jetzt auf seinem Fußboden. Ich in Jacke und Schal und vollkommen verheult. Er im Pulli und mit wirren Locken, ebenso verheult. Wir sind erschöpft. Erschöpft von allem, erschöpft von dieser krassen Intensität, die wir weder annehmen, noch loslassen können, die wir einfach nicht fassen können. Er hat nicht den Mut zu springen, sagt er. Und ich bin irgendwie genauso überfordert. Nicht nur seine Hosenbeine sind zu kurz.
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Nacktschnecken im Mai – Teil 9

Oder: Wie mir das Leben, die Liebe und eine österreichische Rockband passierte

– Eine Liebesgeschichte in 10 Akten –

Irgendwann sitzen wir wieder auf dunkelrotem Samt. Diesmal auf einem Sofa. Und wieder in einer Bar. Wir besprechen gerade, warum das mit uns nicht geht. Das heißt, er sagt mir gerade, warum er es nochmal mit seiner Ex-Freundin probieren möchte, probieren muss, um sich später nicht irgendwann vorzuwerfen, was gewesen wäre, wenn.
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Nacktschnecken im Mai – Teil 8

Oder: Wie mir das Leben, die Liebe und eine österreichische Rockband passierte

– Eine Liebesgeschichte in 10 Akten –

Nach diesem Abend, über die nächsten Wochen, verliert die Geschichte von Flash und mir ihre Leichtigkeit. Die hat sich wacker geschlagen, die Gute. Sie hat alles probiert, alles versucht, sich in ihrer flirrenden Zartheit festzusetzen. Aber sie ist zu leicht für die Schwere.
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Nacktschnecken im Mai – Teil 7

Oder: Wie mir das Leben, die Liebe und eine österreichische Rockband passierte

– Eine Liebesgeschichte in 10 Akten –

Als ich aufwache, ist die Welt nicht mehr so, wie sie war. Es ist Samstag, der 14. November 2015. Ich höre in den Nachrichten die Berichte über den Anschlag in Paris am Abend zuvor. Ich bin geschockt. Meine Euphorie der letzten Tage weicht einem diffusen Gefühl der Angst und Traurigkeit. Da ist sie wieder, die Melancholie. Jetzt kann sie richtig zuschlagen.
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Nacktschnecken im Mai – Teil 6

Oder: Wie mir das Leben, die Liebe und eine österreichische Rockband passierte

– Eine Liebesgeschichte in 10 Akten –

Unfähig, mich auf irgend etwas zu konzentrieren, schmeiße ich mir schnell einen Pulli und eine Hose über und kämme mir kurz die Haare. Mehr geht gerade nicht. Ich sprinte los.
Fassungslos sitze ich in der Straßenbahn und versuche, Sinn aus all dem zu machen, was in den letzten 24 Stunden passiert ist. Es gelingt mir nicht.
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Liebe ist eine Weltanschauung…

Nacktschnecken im Mai – Teil 5

Oder: Wie mir das Leben, die Liebe und eine österreichische Rockband passierte

– Eine Liebesgeschichte in 10 Akten –

Ich hab scheinbar nicht lange geschlafen. Durch die Vorhänge schimmert ganz leicht der zartrosa Morgenhimmel – es muss also noch recht früh sein. Ich liege da, mit geschlossenen Augen, und höre die gleichmäßigen, tiefen Atemzüge neben mir. Ganz wohlig ist es mir dabei.
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